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Daunenschnee im Ahrntal

Volltreffer der DAV-Skitourengruppe bei den Faschingstouren

01.03.2025

Mit einem Wort gesagt, bei den diesjährigen Faschingsskitouren hat einfach alles gepasst!

Nachdem man dem heurigen Skiwinter keine besondere Qualität zusprechen kann, war es umso verwunderlicher, dass das entlegene Südtiroler Ahrntal mit dem für die meisten Teilnehmer bestens bekannten Ort Weissenbach derart günstige Bedingungen aufweisen konnte. Die Pension Sportbar unter neuer Führung bot beste Gastlichkeit und perfektes Essen. Die neue Chefin hat ein besonderes Händchen für die dekorative Aufmachung ihres Speisen- und Getränkeangebotes.
Nach der Anreise mit dem Vereinsbus und zwei weiteren Privatfahrzeugen ging es nach einer kurzen Pause unmittelbar vom Quartier weg über einen bestens präparierten Rodelweg und frisch beschneite, lichte Lärchenwälder in das freie Gelände zum ersten Gipfel, dem „Hahn“. Bereits beim Aufstieg zeigte sich der perfekte Schneeaufbau, was bei den Abfahrten manchen „Juchzer“ hören ließ

Was dieses Tourengebiet besonders auszeichnet, sind die zahlreichen urigen Almhütten, die immer dort stehen, wo man gerade Lust darauf hat. Die ideale Kombination aus landschaftlich tollen Aufstiegen, teilweise mehrfachen, unübertroffenen Abfahrten und urgemütlichen Hütten bildeten ein herausragendes sportliches und gesellschaftliches Programm, wobei sich die Innerhofer Alm als Fixpunkt herauskristallisierte. Von dort aus war nur noch eine präparierte Rodelbahn zu bewältigen, sodass die Hütteneinkehr jeweils recht lustig gedieh.

Wieder mit nächtlichem Schneefall bedacht, ging es tags darauf zur „Henne“ Eine Gruppe von 7 Tourengeher konnten den traumhaften Schnee nicht widerstehen und gingen anschließend noch zum Wurmtaler Jöchl. Das weitläufige Gelände bot enorm viele Abfahrtsmöglichkeit, sodass der eine oder andere sich einer Zusatztour nicht verwehren konnte. Die andere Hälfte der Gruppe konnten der urigen Pircheralm nicht widerstehen.

Die nächtlichen Wolken brachten wieder wenige Zentimeter Neuschnee. Als die Gruppe von 15 Teilnehmern, unter der Leitung der beiden Ski-Hochtourenführern Max Altmannshofer und Klaus Mölzl, in Richtung Fadner aufbrach, verzogen sich die letzten Wolken und die Sonne gab mit den Schneekristallen eine glitzernde Landschaft von sich. Vom Gipfel ging es diesmal nicht über die Aufstiegsspur zurück ins Tal, sondern die Tourengeher wedelten über unberührte Hänge ins Wurmtal hinunter. Mit der Einkehr in der Marxegger Alm fand der Tag 3 einen würdigen Abschluss.

Am letzten Tag war der Speikboden am Programm, wobei sich der Großteil der Gruppe wegen dem steinigen Gipfelaufbau mit dem Mühlwalder Jöchl begnügte, um von dort aus den viertägigen Abfahrtspaß ausklingen zu lassen.

Die Bedingungen für diese vier Tage hätten besser nicht sein können – einfach traumhaft -. Sogar die Heimfahrt verlief entgegen einer endlosen Blechlawine völlig reibungslos.

 

Sepp Rettenbeck